Seehäfen Gehaltstabelle 2026: Neue Stundenlöhne und Tarifergebnis

Jahr 2026

Gehaltstabelle Seehäfen 2026

Für die Beschäftigten der deutschen Seehäfen wurde in der Tarifrunde 2026 eine Erhöhung der Stundenlöhne vereinbart. Die Entgelte steigen um 3,4 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026. Nachfolgend finden Sie die daraus errechneten Stundenlöhne für die einzelnen Lohngruppen.

Tariferhöhung 2026: 3,4 Prozent mehr Stundenlohn

Die Erhöhung gilt rückwirkend ab dem 1. August 2026. Die Tariflaufzeit beträgt zwölf Monate.

Lohngruppe Stundenlohn ab 01.08.2026
I23,58 €
II25,83 €
III27,04 €
IV28,45 €
V28,81 €
V/129,32 €
VI29,79 €
VI/130,40 €
VI/230,96 €
VII32,43 €
VII/133,27 €
VIII34,70 €
Hinweis zur Gehaltstabelle:

Die Tabellenwerte wurden auf Grundlage der bis zum 31. Juli 2026 geltenden Stundenlöhne mit einer Erhöhung von 3,4 Prozent berechnet und auf zwei Nachkommastellen gerundet. Es handelt sich um rechnerisch ermittelte Werte, die noch mit der endgültigen tariflichen Entgelttabelle abgeglichen werden sollten.

Tariferhöhung 2026: Mehrverdienst pro Arbeitsstunde nach Lohngruppe

Die folgende von mir erstellte Übersicht zeigt, um wie viel Euro der Stundenlohn in den einzelnen Lohngruppen zum 1. August 2026 gestiegen ist. Grundlage ist der Vergleich zwischen den bisherigen Stundenlöhnen bis zum 31. Juli 2026 und den neuen, um 3,4 Prozent erhöhten Tabellenwerten.

Lohngruppe Erhöhung pro Stunde
I0,78 €
II0,85 €
III0,89 €
IV0,94 €
V0,95 €
V/10,96 €
VI0,98 €
VI/11,00 €
VI/21,02 €
VII1,07 €
VII/11,09 €
VIII1,14 €
Hinweis zur Berechnung:

Die ausgewiesenen Differenzbeträge geben die Erhöhung des Bruttostundenlohns an. Sie wurden aus den alten und neuen Tabellenwerten berechnet und auf zwei Nachkommastellen gerundet. Der tatsächliche monatliche Mehrverdienst hängt von der geleisteten Arbeitszeit ab. Zusätzlich vereinbart wurden eine Erhöhung des Urlaubsgeldes um 200 Euro sowie eine höhere Jahrespauschale für Beschäftigte in den A-Betrieben.

Tarifeinigung in den deutschen Seehäfen 2026

In der Tarifrunde für die deutschen Seehäfen hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di das aktuelle Angebot der Arbeitgeber nach intensiven Beratungen angenommen. Damit ist ein weiterer Arbeitskampf für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven zunächst abgewendet. Die Zustimmung der Arbeitgeberseite steht allerdings noch aus.

Der Einigung gingen mehrere Wochen schwieriger Verhandlungen zwischen ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) voraus. Die Gewerkschaft bezog die Beschäftigten während der Verhandlungsphase wiederholt in die Entscheidungsfindung ein. Auch Warnstreiks in verschiedenen Häfen gehörten zum Verlauf der Tarifauseinandersetzung.

Diese Verbesserungen sieht das Tarifergebnis vor

Das Arbeitgeberangebot umfasst eine Laufzeit von zwölf Monaten und beinhaltet folgende finanzielle Verbesserungen:

  • Stundenlöhne: Erhöhung um 3,4 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026.
  • Urlaubsgeld: Anhebung um 200 Euro für alle Beschäftigten.
  • Jahrespauschale: Beschäftigte in den umsatzstarken Containerbetrieben (A-Betriebe) erhalten ab Januar 2027 zusätzlich 416 Euro jährlich.

Der Arbeitgeberverband ZDS hatte im Verlauf der Verhandlungen mehrfach erklärt, dass das angebotene finanzielle Gesamtvolumen aus seiner Sicht ausgeschöpft sei.

ver.di stimmt dem Arbeitgeberangebot zu

Die Bundestarifkommission entschied sich auf Grundlage einer Mitgliederbefragung und unter Berücksichtigung der gesamten Verhandlungssituation für die Annahme des Angebots. Die ver.di-Verhandlungsführerinnen Sylvi Krisch und Francisca Bier bezeichneten die Tarifrunde als schwierig, bewerteten das Ergebnis letztlich aber als annehmbar.

Besonders hervorgehoben wurde die Beteiligung der Hafenbeschäftigten. Durch Rückmeldungen aus den Betrieben, die Teilnahme an Warnstreiks und die Mitgliederbefragung konnte die Gewerkschaft die Forderungen und Erwartungen ihrer Mitglieder in die Verhandlungen einbringen.

Mit der Annahme des Angebots durch die Bundestarifkommission ist ein wichtiger Schritt zur Beilegung des Tarifkonflikts erreicht. Die endgültige Umsetzung hängt noch von der Zustimmung der Arbeitgeberseite ab.