Der Postbank-Tarifabschluss 2026 bringt höhere Gehälter, einen verlängerten Kündigungsschutz und verbindliche Standortgarantien. Hier finden Sie die Gehaltstabelle für 2026 nach Tarifgruppen und Berufsjahren, die vereinbarten Entgelterhöhungen ab Juli 2026 und Juli 2027 sowie einen Überblick über die weiteren tariflichen Regelungen.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zum Postbank-Tarifabschluss, zu früheren Gehaltstabellen und zu aktuellen Tarifentwicklungen finden Sie hier:
Postbank Gehaltstabelle 2026: Entgelte nach Tarifgruppe und Berufsjahr
| Berufsjahr | TG 1 | TG 2 | TG 3 | TG 4 | TG 5 | TG 6 | TG 7 | TG 8 | TG 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2.986,81 | 3.204,32 | 3.494,40 | 3.858,11 | 4.356,04 | 4.879,63 | 5.545,58 | 6.360,20 | 7.312,18 |
| 2–3 | 3.059,31 | 3.276,88 | 3.566,92 | 3.957,68 | 4.455,63 | 4.991,49 | 5.680,24 | 6.523,42 | 7.475,39 |
| 4–6 | 3.131,85 | 3.349,38 | 3.639,43 | 4.057,27 | 4.559,93 | 5.103,40 | 5.816,22 | 6.686,59 | 7.638,58 |
| 7–10 | – | 3.421,90 | 3.711,93 | 4.156,89 | 4.666,52 | 5.215,26 | 5.952,26 | 6.849,79 | 7.801,76 |
| 11–15 | – | – | 3.784,46 | 4.256,47 | 4.773,05 | 5.327,15 | 6.088,20 | 7.012,98 | 7.964,97 |
| ab 16 | – | – | – | – | – | 5.439,07 | 6.224,22 | 7.176,18 | 8.128,18 |
| LB B / Jahr | 1.318,13 | 1.457,36 | 1.636,35 | 2.792,58 | 3.190,38 | 3.637,89 | 5.566,49 | 6.428,36 | 7.356,54 |
| B UB / Jahr | 439,43 | 485,85 | 545,54 | 930,93 | 1.063,56 | 1.212,71 | 1.855,57 | 2.142,84 | 2.452,22 |
Quellen: DBV, „Gehaltstabelle für Beschäftigte Postbank/PCC Services/BCB 2024/25“, Entgelttabelle ab Juli 2025; DGB, Tarifmeldung „Nach 4 Verhandlungsrunden: Tarifeinigung bei der Postbank“, 2. Juli 2026. Die Monatswerte dieser Tabelle sind rechnerisch um 175 Euro erhöht und keine offiziell veröffentlichte neue Entgelttabelle.
Die letzten Entgelttabellen
- 175 Euro mehr Gehalt ab dem 1. Juli 2026
- Weitere 2,9 Prozent ab dem 1. Juli 2027
- Auszubildende erhalten jeweils 75 Euro mehr in beiden Jahren
- Betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2028 ausgeschlossen
- Mindestens 300 Filialen bis zum 31. März 2028 gesichert
- Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 28 Monaten bis zum 31. Juli 2028
Tarifabschluss Postbank 2026: Die Einigung im Überblick
Die Tarifrunde 2026 für die Beschäftigten der Postbank, der PCC Services und des Postbank Filialvertriebs ist abgeschlossen. In der vierten Verhandlungsrunde am 30. Juni und 1. Juli 2026 erzielten die Tarifparteien eine Einigung.
In der anschließenden Rückurabstimmung sprachen sich 74,1 Prozent der teilnehmenden ver.di-Mitglieder in den Tarifbereichen Postbank / PCC Services und Postbank Filialvertrieb für das Verhandlungsergebnis aus. Die Tarifkommissionen bestätigten das Votum einstimmig.
Der Abschluss verbindet höhere Einkommen mit einem verlängerten Kündigungsschutz und Vereinbarungen zur Sicherung von Standorten. Auch die Auswirkungen der Digitalisierung und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz werden berücksichtigt.
Die Entgelttarifverträge haben eine Laufzeit von 28 Monaten und gelten bis zum 31. Juli 2028.
Quellen: ver.di, Medien-Info „Tarifeinigung bei Postbank erzielt: mehr Geld, längerer Kündigungsschutz und Sicherung des Filialnetzes“, 2. Juli 2026; Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Tarifmeldung „Nach 4 Verhandlungsrunden: Tarifeinigung bei der Postbank“, 2. Juli 2026; ver.di, „Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis!“, 29. Juli 2026.
Gehaltserhöhungen 2026 und 2027: So steigen die Einkommen
Die Tarifbeschäftigten erhalten ihre Gehaltserhöhungen in zwei Stufen. Zunächst wird ein monatlicher Festbetrag vereinbart. Ein Jahr später folgt eine prozentuale Erhöhung.
Weitere Erhöhung +2,9 % Ab 1. Juli 2027
Weitere Erhöhung +75 € Ab 1. Juli 2027 monatlich
Die Vereinbarung gilt für 28 Monate und endet am 31. Juli 2028.
Wie stark wirkt sich die Erhöhung um 175 Euro aus?
Der monatliche Festbetrag von 175 Euro führt zu unterschiedlichen prozentualen Gehaltssteigerungen. Beschäftigte in niedrigeren Tarifgruppen profitieren davon rechnerisch stärker als Beschäftigte mit höheren Einkommen.
| Tarifbereich | Tarifgruppe | Erhöhung durch 175 Euro |
|---|---|---|
| Postbank Filialvertrieb | B/6 | 5,17 % |
| Postbank Filialvertrieb | D/4 | 4,60 % |
| Postbank Direkt | 3/2 | 5,75 % |
| Deutsche Bank AG (ehemalige Postbank) | 4/3 | 4,51 % |
Die Prozentwerte beziehen sich auf die genannten Tarifgruppen und deren jeweilige Ausgangsvergütung. Sie sind keine einheitliche prozentuale Erhöhung für alle Beschäftigten.
Quellen: DBV, „Gehaltstabelle für Beschäftigte Postbank/PCC Services/BCB 2024/25“, Tabellenwerte ab Juli 2025; DGB, Tarifmeldung „Nach 4 Verhandlungsrunden: Tarifeinigung bei der Postbank“, 2. Juli 2026. Die Prozentwerte sind aus den jeweiligen Ausgangsgehältern und dem Festbetrag von 175 Euro errechnet.
Kündigungsschutz und Standortgarantien: Beschäftigung bis Ende 2028 absichern
Neben höheren Gehältern war die Beschäftigungssicherung ein zentraler Bestandteil der Tarifverhandlungen. Die Vereinbarungen sollen verhindern, dass der Umbau des Bankgeschäfts unmittelbar zulasten der Beschäftigten geht.
Der bestehende Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wird verlängert. Damit erhalten die Beschäftigten für die kommenden Jahre zusätzliche Planungssicherheit.
Filialvertrieb: Mindestens 300 Filialen
Für den Postbank Filialvertrieb wurde vereinbart, dass bis zum 31. März 2028 mindestens 300 Filialen erhalten bleiben. Auch die Regionalen Beratungscenter beziehungsweise die vereinbarten digitalen Beratungsstrukturen werden tariflich abgesichert.
Postbank und PCC Services: Standorte bis Juli 2028
Für die Standorte im Tarifbereich Postbank / PCC Services gilt eine Standortzusage bis zum 31. Juli 2028. Bei einer geplanten vollständigen oder teilweisen Schließung eines Standorts muss zuvor verpflichtend ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat vereinbart werden.
Auszubildende: Übernahmeregelungen verlängert
Auch für den Nachwuchs gibt es eine wichtige Vereinbarung: Die bestehenden tariflichen Übernahmeregelungen werden für die Jahre 2027 und 2028 verlängert.
Quellen: DGB, Tarifmeldung „Nach 4 Verhandlungsrunden: Tarifeinigung bei der Postbank“, 2. Juli 2026; ver.di, „Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis!“, 29. Juli 2026.
Künstliche Intelligenz und Digitalisierung: Qualifizierung statt Personalabbau
Die Bankenbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Digitale Dienstleistungen, automatisierte Arbeitsabläufe und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz verändern zahlreiche Tätigkeiten.
Die Tarifparteien wollen diesen Wandel gemeinsam gestalten. Eine Grundlagenvereinbarung soll regeln, wie Qualifizierung und Kompetenzentwicklung mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz verbunden werden.
Veränderungen bei Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen sollen frühzeitig erkannt werden. Dazu gehören insbesondere:
- Strategische Personalplanung und frühzeitige Information über Veränderungen
- Weiterbildung und Qualifizierung für neue Tätigkeitsbereiche
- Entwicklung neuer beruflicher Kompetenzen
- Sozialverträgliche Maßnahmen bei organisatorischen Veränderungen
Damit soll sichergestellt werden, dass technologische Entwicklungen nicht ausschließlich als Möglichkeit zum Personalabbau genutzt werden. Beschäftigte sollen vielmehr die Chance erhalten, sich auf neue Aufgaben vorzubereiten.
Quelle: ver.di, „Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis!“, 29. Juli 2026; dort werden Qualifizierungsregelungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz als Bestandteil des Tarifergebnisses genannt.
Zusätzliche Vereinbarungen für den Postbank Filialvertrieb
Für die Beschäftigten im Filialvertrieb enthält der Tarifabschluss weitere Regelungen. Sie betreffen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, die Vertriebssteuerung und den Übergang in den Ruhestand.
Neue Stellenprofile und bessere Aufstiegsmöglichkeiten
Mit den neuen Funktionen Senior-Kundenberater in Tarifgruppe E und Senior-Kundenberater Wertpapier in Tarifgruppe F entstehen zusätzliche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Vergleichbare Senior-Profile sind auch für die Regionalen Beratungscenter vorgesehen.
Bei einer Höhergruppierung bleibt die bereits erreichte Berufsjahresstufe erhalten. Damit wird verhindert, dass Beschäftigte durch einen beruflichen Aufstieg bei der Berufsjahresstufe zurückgestuft werden.
Ausgleich bei betrieblichen Störungen
Technische und organisatorische Störungen können die tägliche Arbeit und die Erreichung der Vertriebsziele erheblich beeinträchtigen. Deshalb wird künftig eine Kommission quartalsweise die Auswirkungen solcher Störungen bewerten.
Wenn betriebliche Probleme die Arbeit einzelner Beschäftigter oder ganzer Beschäftigtengruppen beeinträchtigen, sollen die entsprechenden Vertriebspläne angepasst und reduziert werden.
Postbank- und Filialzulage verlängert
Die bestehende Postbank- und Filialzulage wird bis zum 31. August 2028 fortgeführt.
Altersteilzeit bis Ende 2028
Auch die Altersteilzeit bleibt erhalten. Der entsprechende Tarifvertrag wird bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Damit steht den Beschäftigten weiterhin eine Möglichkeit für den sozialverträglichen Übergang in den Ruhestand zur Verfügung.
Quellen: ver.di, „Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis!“, 29. Juli 2026; DBV, Tarifinformationen zur Tarifrunde Postbank 2026. Die Detailregelungen zu einzelnen Funktionen und Laufzeiten ergeben sich aus den jeweiligen Tarifvereinbarungen.
Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer
Quelle: ver.di, Tarifinfo Juli 2026 „Tarifrunde Postbank Filialbetrieb AG 2026“, 3. Juli 2026.
Die letzten drei Tarifabschlüsse bei der Postbank
Die Tarifverhandlungen der vergangenen Jahre haben nicht nur zu höheren Gehältern geführt. Auch der Kündigungsschutz, Einmalzahlungen und zusätzliche Arbeitszeitregelungen waren wiederholt Gegenstand der Vereinbarungen.
175 Euro mehr und weitere 2,9 Prozent
- 175 Euro monatlich ab Juli 2026
- Weitere 2,9 Prozent ab Juli 2027
- Ausbildungsvergütung: zweimal 75 Euro mehr
- Kündigungsschutz bis 31. Dezember 2028
- Standort- und Filialgarantien
- Laufzeit bis 31. Juli 2028
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Tarifmeldung „Nach 4 Verhandlungsrunden: Tarifeinigung bei der Postbank“, 2. Juli 2026; ver.di, „Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis!“, 29. Juli 2026.
7 Prozent, mindestens 270 Euro, und weitere 4,5 Prozent
- 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 270 Euro, ab Juni 2024
- Weitere 4,5 Prozent ab Juli 2025
- Kündigungsschutz bis 31. Dezember 2027
- Modell „Zeit statt Geld“: Umwandlung von Entgeltbestandteilen in bis zu vier zusätzliche Urlaubswochen
- Flexible Teilzeitmodelle, unter anderem eine Vier-Tage-Woche bei bis zu 36 Wochenstunden
Quellen: ver.di, Tarifrückblick zur Postbank-Tarifrunde 2024, veröffentlicht in „ver.di lohnt sich“, Ausgabe 03/2024; DBV, Tarif-Info Nr. 5/2024, „Postbank/Filialvertrieb/PCC Services/BCB“, 2024.
5,2 Prozent mehr Gehalt und zwei Einmalzahlungen
- 3,1 Prozent mehr Gehalt ab Juni 2022
- Weitere 2,1 Prozent, mindestens 100 Euro, ab Februar 2023
- Zwei Einmalzahlungen von jeweils 750 Euro für Vollzeitbeschäftigte
- Ausbildungsvergütung insgesamt 100 Euro höher
- Zwei Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro für Auszubildende
- Kündigungsschutz bis 31. Januar 2024
Quellen: Deutsche Bank, Medieninformation „Deutsche Bank und Verdi erzielen Tarifeinigung“, 23. März 2022; DBB/DPVKOM, „Postbank-Tarifrunde: Tarifabschluss erzielt“, 31. März 2022.
Hinweis: Die Tarifabschlüsse beziehen sich auf die jeweils vereinbarten Tarifbereiche. Einzelne Regelungen und Entgelterhöhungen können je nach Gesellschaft und Tarifvertrag unterschiedlich ausgestaltet sein.
Über die Postbank
Die Postbank ist eine Niederlassung der Deutsche Bank AG und gehört zum Konzern der Deutschen Bank. Sie bietet Bankdienstleistungen für Privatkunden sowie Geschäfts- und Firmenkunden an.
Zum Angebot gehören Konten, Zahlungsverkehr, Geldanlagen, Kredite und Finanzierungen. Kunden können ihre Bankgeschäfte über Filialen, telefonische Beratung und digitale Angebote erledigen.
Geschäfts- und Firmenkunden
Der Geschäftskundenbereich richtet sich unter anderem an Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende, Vereine und Wohnungseigentümergemeinschaften. Im Mittelpunkt stehen Kontoführung, Zahlungsverkehr und Finanzierungslösungen.
Firmenkunden, insbesondere mittelständische Unternehmen, können verschiedene Finanzdienstleistungen nutzen. Dazu zählen Unternehmens- und Immobilienfinanzierungen, Zahlungsverkehr sowie weitere Angebote des Deutsche-Bank-Konzerns.
Quelle: Postbank, Unternehmens- und Karriereinformationen „Karriere bei der Postbank“ sowie „Karriere bei der Postbank – Professionals“, abgerufen am 30. Oktober 2026. Die Postbank führt sich in ihrem offiziellen Internetauftritt als Niederlassung der Deutsche Bank AG.
Postbank und Poste Italiane: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Gehalt
Auch in Italien verbindet ein großes Postunternehmen klassische Postdienstleistungen mit Bank- und Finanzgeschäften. Bei Poste Italiane übernimmt der Geschäftsbereich BancoPosta diese Aufgaben. Wenn Sie wissen möchten, wie sich die beiden Unternehmen unterscheiden, welche Konzernstrukturen dahinterstehen und wie die Tarifgehälter in Deutschland und Italien aussehen, finden Sie weitere Informationen in folgendem Beitrag: Postbank und Poste Italiane: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Gehalt
Häufige Fragen zum Gehalt und Arbeiten bei der Postbank
Verdienen Beschäftigte bei der Postbank mehr als bei einer Sparkasse?
Ob Beschäftigte bei der Postbank mehr verdienen als bei einer Sparkasse, hängt vor allem von der Tätigkeit, der tariflichen Eingruppierung und der Berufserfahrung ab. Einen pauschalen Gehaltsvorteil gibt es nicht.
Bei der Postbank gelten je nach Beschäftigungsbereich unterschiedliche Tarifverträge. Viele Beschäftigte bei Sparkassen werden dagegen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst im Bereich Sparkassen (TVöD-S) bezahlt. Die Gehälter richten sich dort nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe.
Ein Kundenberater bei der Postbank lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres mit einem Kundenberater bei einer Sparkasse vergleichen. Auch Sonderzahlungen, Zulagen und variable Vergütungsbestandteile können unterschiedlich ausfallen.
Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten das jeweilige Grundgehalt, die Wochenarbeitszeit und die zusätzlichen Leistungen berücksichtigt werden.
Quellen: DBV, „Gehaltstabelle für Beschäftigte Postbank/PCC Services/BCB 2024/25“; Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Besonderer Teil Sparkassen (TVöD-BT-S), Fassung vom 1. Januar 2026.
Gibt es bei der Postbank Weihnachtsgeld und wie hoch fällt es aus?
Ja, Beschäftigte im Postbank Filialvertrieb können Weihnachtsgeld erhalten. Die Postbank nennt Weihnachts- und Urlaubsgeld ausdrücklich als Leistungen für ihre Kundenberater und Mitarbeiter im Filialvertrieb.
Die konkrete Höhe hängt vom jeweiligen Tarifbereich und den geltenden Beschäftigungsbedingungen ab. Deshalb lässt sich kein einheitlicher Betrag für sämtliche Mitarbeiter der Postbank nennen.
Zusätzlich zum Weihnachtsgeld kann auch Urlaubsgeld gezahlt werden. Beide Leistungen sind bei der Berechnung der jährlichen Gesamtvergütung zu berücksichtigen.
Quelle: Postbank, offizielle Karriereprofile „Kundenberater“ sowie „Mitarbeiter Service und Verkauf“, abgerufen am 30. Oktober 2026. Dort werden Weihnachts- und Urlaubsgeld als Leistungen genannt.
Gibt es bei der Postbank unterschiedliche Gehälter in Ost- und Westdeutschland?
Die tariflichen Gehälter der Postbank werden grundsätzlich nach Tarifgruppe und Berufsjahresstufe bestimmt. Eine pauschale regionale Gehaltsstaffelung wie in früheren Tarifregelungen anderer Branchen ist in den veröffentlichten Postbank-Gehaltstabellen nicht ausgewiesen.
Entscheidend sind daher vor allem die tarifliche Eingruppierung und die anrechenbaren Berufsjahre. Unterschiede beim tatsächlichen Einkommen können sich dennoch durch individuelle Zulagen, Funktionen oder besondere Vereinbarungen ergeben.
Ein Beschäftigter in Ostdeutschland erhält somit nicht allein aufgrund seines Arbeitsortes automatisch ein niedrigeres tarifliches Grundgehalt.
Quelle: DBV, „Gehaltstabelle für Beschäftigte Postbank/PCC Services/BCB 2024/25“. Die veröffentlichte Tabelle weist die Entgelte nach Tarifgruppe und Berufsjahr aus.
Können Mitarbeiter der Postbank ein Fahrrad oder E-Bike über den Arbeitgeber leasen?
Ja, die Deutsche Bank beziehungsweise die Postbank bietet ihren Beschäftigten im Rahmen der Mitarbeiterleistungen auch die Möglichkeit eines Firmenfahrrads an. Dazu kann je nach geltendem Angebot ein Fahrrad oder E-Bike gehören.
Beim Fahrradleasing wird das Fahrrad über den Arbeitgeber beziehungsweise einen Leasinganbieter zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung erfolgt häufig über eine Gehaltsumwandlung. Dadurch wird ein Teil des Bruttogehalts für die Leasingrate verwendet.
Ob das Angebot am jeweiligen Standort und für das konkrete Arbeitsverhältnis verfügbar ist, sollte vorab mit der Personalabteilung geklärt werden.
Werden bei der Postbank vermögenswirksame Leistungen (VL) gezahlt?
Vermögenswirksame Leistungen sind zusätzliche Arbeitgeberzahlungen, die zum Beispiel in einen Bausparvertrag oder einen Fondssparplan fließen können.
Ob und in welcher Höhe Beschäftigte der Postbank einen Arbeitgeberzuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen erhalten, lässt sich nicht für sämtliche Tarifbereiche einheitlich bestätigen. Maßgeblich sind der jeweilige Tarifvertrag, der Arbeitsvertrag und gegebenenfalls betriebliche Vereinbarungen.
Beschäftigte sollten deshalb in ihren Vertragsunterlagen oder bei der Personalabteilung nachfragen, ob ein Arbeitgeberanteil vorgesehen ist. Davon zu unterscheiden ist die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage, auf die unter bestimmten Einkommens- und Anlagevoraussetzungen ein Anspruch bestehen kann.
Gibt es bei der Postbank zusätzliche Bonuszahlungen neben dem normalen Gehalt?
Ja, neben dem tariflichen Grundgehalt können bei der Postbank zusätzliche erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile vorgesehen sein. Besonders im Filialvertrieb spielt die variable Vergütung eine Rolle.
Die Höhe solcher Zahlungen kann unter anderem von der Tätigkeit, der individuellen Leistung und den geltenden Vergütungsregelungen abhängen.
In den veröffentlichten Gehaltstabellen des DBV werden für bestimmte Tarifbereiche beispielsweise Leistungsboni und Unternehmenserfolgsboni als zusätzliche Vergütungsbestandteile aufgeführt.
Diese Bonuszahlungen sind vom festen monatlichen Tarifgehalt zu unterscheiden. Sie werden nicht automatisch in gleicher Höhe an alle Beschäftigten ausgezahlt.
Quelle: DBV, „Gehaltstabelle für Beschäftigte Postbank/PCC Services/BCB 2024/25“, Erläuterungen zu Basisbetrag Leistungsbonus (LB) und Basisbetrag Unternehmenserfolgsbonus (UB).
Wie viel verdient man bei der Postbank mit 20 Jahren Berufserfahrung?
Das Gehalt nach 20 Jahren Berufserfahrung hängt bei der Postbank von der Tarifgruppe, der anrechenbaren Berufsjahresstufe und dem jeweiligen Beschäftigungsbereich ab. Eine einheitliche Gehaltsangabe für alle Mitarbeiter gibt es deshalb nicht.
In den veröffentlichten Gehaltstabellen für Postbank, PCC Services und BCB sind beispielsweise Berufsjahresstufen bis zum 16. Berufsjahr ausgewiesen. In den höheren Tarifgruppen können Beschäftigte dadurch bereits eine höhere tarifliche Stufe erreicht haben.
Wer 20 Jahre bei der Postbank beschäftigt ist, erhält allerdings nicht automatisch das Gehalt einer bestimmten Tarifstufe. Entscheidend ist, welche Berufsjahre tariflich angerechnet werden und ob zwischenzeitlich eine Höhergruppierung erfolgt ist.
Zum tariflichen Grundgehalt können außerdem Leistungs- und Unternehmenserfolgsboni sowie weitere Zulagen hinzukommen.
Ist ein Quereinstieg bei der Postbank ohne Bankausbildung möglich?
Ja, ein Quereinstieg bei der Postbank ist grundsätzlich möglich. Insbesondere im Filialvertrieb werden auch Bewerber angesprochen, die bisher nicht im Bankwesen gearbeitet haben.
Die Postbank bietet unter anderem Einstiegsmöglichkeiten als Kundenberater sowie als Mitarbeiter im Bereich Service und Verkauf. Eine kaufmännische Ausbildung oder Erfahrung im Vertrieb kann hilfreich sein, ist aber nicht bei jeder ausgeschriebenen Stelle zwingend erforderlich.
Neue Mitarbeiter werden durch Qualifizierungsprogramme und Schulungen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Dazu gehören Kenntnisse über Finanzprodukte, Kundenberatung und die Abläufe im Filialgeschäft.
Besonders wichtig sind Freude am Umgang mit Menschen, Kommunikationsfähigkeit und Interesse an Finanzdienstleistungen.
Quelle: Postbank, offizielle Karriereinformationen „Branchenneulinge“ und „Kundenberater“, abgerufen am 30. Oktober 2026. Die Postbank nennt dort ausdrücklich Einstiegsmöglichkeiten für Quer- und Wiedereinsteiger.
Kann man bei der Postbank in Teilzeit arbeiten?
Ja, bei der Postbank gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Teilzeitbeschäftigung. Je nach Tätigkeit und Standort können individuelle Arbeitszeitmodelle vereinbart werden.
Auch flexible Arbeitszeiten, Jobsharing und mobiles Arbeiten kommen je nach Aufgabenbereich infrage. Besonders im Filialvertrieb werden neben Vollzeitstellen regelmäßig Teilzeitstellen angeboten.
Die konkrete Arbeitszeit richtet sich nach der ausgeschriebenen Stelle und den betrieblichen Möglichkeiten. Bei einer Teilzeitbeschäftigung wird das Gehalt grundsätzlich entsprechend der vereinbarten Arbeitszeit angepasst.
Quelle: Postbank, Karriereinformationen „Karriere bei der Postbank“, abgerufen am 30. Oktober 2026. Dort werden Teilzeitlösungen abhängig von Tätigkeit und Standort genannt.
Stellt die Postbank auch Menschen mit Schwerbehinderung ein?
Ja, die Postbank und die Deutsche Bank fördern die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Bewerbungen von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen sind ausdrücklich willkommen.
Die Deutsche Bank betont in ihren Stellenangeboten die Bedeutung von Vielfalt, Chancengleichheit und Teilhabe. Bei Bedarf können Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen angepasst werden, damit Beschäftigte ihre Aufgaben möglichst barrierefrei ausüben können.
Für schwerbehinderte Bewerber gelten außerdem die gesetzlichen Schutz- und Förderregelungen des Sozialgesetzbuches IX. Dazu gehören unter anderem besondere Rechte im Bewerbungsverfahren und im Arbeitsverhältnis.
Quellen: Deutsche Bank, Karrierebereich „Inclusion – Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ermöglichen und Neurodiversität fördern“, abgerufen am 30. Oktober 2026; Sozialgesetzbuch IX, insbesondere §§ 164 und 168.
Bekommen Beschäftigte mit einer Schwerbehinderung bei der Postbank ein höheres Gehalt?
Nein, eine Schwerbehinderung führt nicht automatisch zu einem höheren tariflichen Grundgehalt. Die Vergütung richtet sich grundsätzlich nach der ausgeübten Tätigkeit, der Tarifgruppe, den Berufsjahren und den geltenden tariflichen Regelungen.
Schwerbehinderte Beschäftigte haben allerdings Anspruch auf besondere gesetzliche Schutzrechte. Dazu gehören beispielsweise:
- Zusätzlicher bezahlter Urlaub von fünf Arbeitstagen pro Jahr bei einer Fünf-Tage-Woche.
- Besonderer Kündigungsschutz nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
- Anspruch auf behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
- Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit und möglicher notwendiger Anpassungen am Arbeitsplatz.
Bei einer Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen gelten bestimmte Schutzrechte ebenfalls. Der zusätzliche Urlaub von fünf Tagen steht gleichgestellten Beschäftigten jedoch nicht zu.
Die Schwerbehinderung selbst ist somit kein Grund für eine höhere Eingruppierung oder ein zusätzliches Grundgehalt. Entscheidend bleibt die jeweilige Tätigkeit.
Quellen: Sozialgesetzbuch IX, § 208 (Zusatzurlaub), § 168 (Kündigungsschutz) und § 151 Absatz 3 (Gleichstellung). Die gesetzliche Regelung zum Zusatzurlaub gilt nicht für gleichgestellte behinderte Menschen.